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# Mirror

Verschiedene Anlagen erfordern aus Sicherheitsgründen ein Redundanzkonzept für die Steuerung und die Datenhaltung. Nur so kann gewährleistet werden, dass nach einem Totalausfall einer Systemkomponente auf einem anderen gleichartigen System verzögerungsfrei weitergearbeitet werden kann.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde das Softwareprodukt ACRON Mirror entwickelt.

Der ACRON Mirror ermöglicht es, die ACRON Daten eines Rechners mit den ACRON Daten eines anderen Rechners identisch zu halten. Damit ist es möglich, sowohl eine reine Backup-Lösung als auch eine vollständige Ausfallredundanz zu realisieren.

Dadurch kann unmittelbar nach Ausfall eines Datenbank-Servers auf dem anderen Rechner weitergearbeitet werden. Sobald der ausgefallene Rechner wieder in Betrieb geht, aktualisiert er seine Datenbasis von dem anderen Rechner.

Der Abgleich erfolgt, indem die jeweiligen Dateien auf Änderungen geprüft und erforderlichenfalls synchronisiert werden. Bei den Prozesswerten erfolgt der Abgleich standardmäßig auf Datensatzebene, bei den Konfigurationsdaten auf Dateiebene.

Nachfolgend einige Szenarien für ACRON Mirror mit empfohlenen bzw. erforderlichen Einstellungen. Da ACRON Mirror die zu spiegelnde Anlage über die TCP/IP-Adresse und den Port des Datenbank-Servers der Anlage identifiziert, wird im Folgenden der Begriff Anlage anstelle von Rechner verwendet.

*Szenario 1* - **Anlage ABC** auf **Server 1** als Backup für **Anlage DEF** auf **Server 2**

Beispielhafte Vorgehensweise für die Neueinrichtung der Backup-Anlage:

* Im ACRON Admin wird auf Server 1 eine neue leere Anlage ABC angelegt.
* Auf dieser Anlage wird der Mirror zu der zu spiegelnden Anlage DEF eingerichtet:
* Dazu wird in das Eingabefeld TCP/IP-Adresse die IP-Adresse von Server 2 eingetragen
* und in das Eingabefeld Port die Portnummer des DB-Servers der Anlage DEF.
* Die Verbindung testen.
* Bei erfolgreicher Verbindung kann anschließend der Mirror gestartet werden.
* Nachdem der Abgleich durch den Mirror durchgeführt wurde, hat die Backup-Anlage (Anlage ABC) den gleichen Stand wie die Quellanlage (Anlage DEF).

Hinweis

Auf **Anlage ABC** darf kein Provider laufen und es können hier keine Konfigurationsänderungen vorgenommen werden.

Hintergrund: Spätestens bei der Aktualisierung durch einen Abgleich würden die hier aufgezeichneten Daten oder vorgenommenen Konfigurationsänderungen überschrieben werden.

Für den Prozessdatenabgleich des Mirrors auf **Anlage ABC** sollte die Option Den datensatzweisen Abgleich unterdrücken gewählt werden.

Hintergrund: Ein komplexer Datenabgleich von ggf. konkurrierenden Daten auf Wertebene ist hier nicht erforderlich und der Abgleich arbeitet so deutlich effizienter.

![](/files/XthtrOiL0nLgl6fEJT4i)

Variante: Server 1 als Backup für Anlage EFG auf Server 2 und Anlage KLM auf Server 3

![](/files/E4dkRcRSmqldoSfKp2UV)

*Szenario 2* - **Anlage ABC** auf **Server 1** und **Anlage DEF** auf **Server 2** als Redundanzanlagen (vollständige Ausfallredundanz)

* Auf beiden Anlagen müssen Datenbank-Server, Datenbank-Engine und Provider laufen.
* Die Anbindung der Provider an das PLS erfolgt entsprechend dessen Auslegung (z.B. primäres und sekundäres PLS).
* Auf **Anlage ABC** wird der Mirror zu **Anlage DEF** eingerichtet:
* Dazu wird in das Eingabefeld TCP/IP-Adresse die IP-Adresse von **Server 2** eingetragen
* und in das Eingabefeld Port die Portnummer des DB-Servers der **Anlage DEF**.
* Auf **Anlage DEF** wird der Mirror zu **Anlage ABC** eingerichtet:
* Dazu wird in das Eingabefeld TCP/IP-Adresse die IP-Adresse von **Server 1** eingetragen
* und in das Eingabefeld Port die Portnummer des Datenbank-Servers der **Anlage ABC**.
* Auf beiden Anlagen die jeweilige Verbindung testen und bei erfolgreicher Verbindung den Mirror starten.
* Der Abgleich der beiden ACRON Mirror sorgt dafür, dass Konfiguration und Datenbestände auf beiden Anlagen identisch gehalten werden. Fällt z.B. **Anlage ABC** aus, kann mit **Anlage DEF** weitergearbeitet werden. Geht **Anlage ABC** wieder in Betrieb, holt der Mirror der **Anlage ABC** beim Abgleich alle aktuelleren Daten von **Anlage DEF** und bringt **Anlage ABC** damit auf den aktuellen Stand.

Hinweis

Die Option Den datensatzweisen Abgleich unterdrücken darf hier nicht verwendet werden, da dies zu Datenverlusten führen kann. Bei der 'primären' Anlage sollten die Optionen Zeitsynchronisation und Datenbestand dieses Rechners priorisieren aktiviert werden.

![](/files/TAm9ReoaL6evMRuFRUdU)

*Szenario 3* - Anlagen in unterschiedlichen Zeitzonen

Für diese Konstellation gilt folgendes:

* Die Prozessdatenaufzeichnung des Providers und die manuelle Erfassung von Daten (Handwerte, Bemerkungen, usw.) darf nur auf einer Anlage erfolgen. Eine vollständige Redundanz wie in Szenario 2 beschrieben ist folglich hier nicht realisierbar.
* Für den Prozessdatenabgleich **muss** die Option Den datensatzweisen Abgleich unterdrücken ausgewählt werden. Die Zeitstempel der Daten werden hierbei nicht in die jeweilige Zeitzone umgerechnet, sondern direkt übernommen.
* Die Option Zeitsynchronisation darf nicht aktiviert werden.


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