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# OPC Unified Architecture Client mit Zeitstempel

#### Hintergrund

Der Anbindungstreiber für OPC UA arbeitet mit allen OPC UA-Servern ab der OPC UA-Version 1.0 zusammen. Es können Messdaten und Instandhaltungsdaten übernommen werden. Alarme und Meldungen können derzeit nicht übernommen werden. Der ACRON Provider wird ereignisgesteuert über alle Änderungen der angeforderten Daten informiert und speichert sie in der ACRON Datenbank zyklisch ab.

Der Treiber OPCClientUA\_TS übernimmt alle Werte des Servers ereignisgesteuert und schreibt diese mit dem Zeitstempel des Servers in die ACRON Datenbank.

Hinweis

Die ACRON Delta Event Aufzeichnung kann nicht verwendet werden. Dieser Treiber sollte also nur dann eingesetzt werden, wenn bekannt ist, in welchem Umfang und wie oft der Server neue Werte liefert und wenn dieser Umfang auch gewünscht ist.

Ist der Wert des Tags gleich NULL, geht ACRON für die Übernahme der Impulse der Instandhaltungsverarbeitung davon aus, dass das entsprechende Aggregat nicht läuft. Bei jedem anderen Wert geht ACRON davon aus, dass das entsprechende Aggregat läuft.

#### Sicherheit und Verschlüsselung für OPC UA einrichten

* Vor dem Einrichten die veralteten Pfade und Dateien löschen. Hierzu im Anlagenpfad und auf dem Rechner, auf dem der Provider laufen soll, im Pfad C:\ProgramData\ACRON\PlantCache\Anlagenkurzbez jeweils die Datei `OPCUAClientConfig_1.ini` und den kompletten Unterpfad `Certificates` löschen.
* Damit der Designer für das Browsen der Tags und der Provider für die Datenabfrage die Sicherheitseinstellungen verwenden kann, müssen diese an zwei Stellen analog eingerichtet werden:
* Designer starten und Provider mit Treiber OPC Unified Architecture anlegen.
* Die Funktion Import/Externe Variablen aus dem Leitsystem aufrufen, die vermutlich mit Fehler endet.
* Im Anlagenpfad wurde aber dadurch die Datei `OPCUAClientConfig_1.ini` und der Unterpfad `Certificates` angelegt.
* Nun im Editor die Datei `OPCUAClientConfig_1.ini` öffnen und zunächst nur die Einträge `SecurityMode` und `SecurityPolicy` wunschgemäß ändern.
* Nun das Serverzertifikat vom OPC-Server in dem Unterpfad `Certificates` mit dem Namen `Server_Cert_1.der` ablegen.
* Jetzt im Designer die Funktion Import/Externe Variablen aus dem Leitsystem erneut aufrufen.
* Falls es wieder einen Fehler gibt, muss evtl. noch der Designer in der Konfiguration des OPC-Servers als vertrauenswürdig freigegeben werden.
* Wenn das Einrichten des Designers abgeschlossen ist und mindesten eine externe Variable für Messwertaufzeichnung angelegt wurde, ist das Ganze mit dem Provider zu wiederholen.
* Hierzu ist auf dem Rechner, auf dem der Provider laufen soll, der Pfad C:\ProgramData\ACRON\PlantCache\Anlagenkurzbez zu verwenden.
* Weitere Einstellungen in der Datei `OPCUAClientConfig_1.ini` sollten nur OPC-UA Experten vornehmen.

#### Syntax der externen Variablen

Der Name der Variablen setzt sich zusammen aus dem Präfix S, dem symbolischen Namespaceindex und der Bezeichnung aus dem OPC Server. z.B. S3\_Temperature.

Variablen mit numerischer ID werden durch das Zeichen # gekennzeichnet. z.B. S3\_#7863#.

Die Beschreibung der externen Variablen wird bei der Übernahme mit dem Namespacenamen gefüllt, z.B. <http://opcfoundation.org/UA/>.

Nach jedem Reconnect des Providers zum OPC-Server wird die Zuordnung der Namespacenamen zu den Namespaceindices anhand der hinterlegten symbolischen Indices neu aufgebaut. Dadurch ist eine Änderung der Namespaceindices durch den Server problemlos möglich.

Diese Zuordnung wird in der Datei OPCUAClientConfig\_X.ini bei der Übernahme der externen Variablen definiert.

Um sicherzustellen, dass die Konfigurationsdatei OPCUAClientConfig\_X.ini auf dem Server hinterlegt wird, sollte auch die Übernahme der externen Variablen im Designer auf dem ACRON-Server erfolgen.

Hinweis

Soll von einer externen Variablen nur ein einzelnes Bit übernommen werden, wird nach dem Variablennamen ein Komma und anschließend die Bitnummer (0-31) angehängt. Falls von dem 0. Bit der Variablen `TEST` die Werte übernommen werden sollen, wird die externe Variable folgendermaßen angegeben: `TEST,0`.

#### Übernahme externer Variablen

1. Ausfüllen aller Parameter für den Provider
2. Starten des Leitsystems
3. Ausführen von "Import aus Leitsystem" im Bereich "Externe Variablen"

   Auswahl der entsprechenden Variablen, die nach ACRON übernommen werden sollen.

## Treiber <a href="#treiber" id="treiber"></a>

### Treiberdatei

Anzeige der Bezeichnung des ausgewählten Treibers und Auswahl eines Treibers aus der Liste der installierten Treiber

### Version

Version der Treiberdatei

### Schnittstellentyp

Anzeige des Schnittstellentyps des Treibers

### Datenübergabetyp

Beschreibung des Datenübergabetyps

## Treiberparameter <a href="#treiberparameter" id="treiberparameter"></a>

### Server URL oder Server URL L

Adresse zum OPC UA-Server mit Zeitstempel; sie wird von der Serverinstallation bestimmt.

Hinweis

Wird hinter dem Servernamen ein Leerzeichen und anschließend ein 'L' eingetragen, interpretiert ACRON die Zeitstempel des Servers in lokaler Zeit.

### Benutzer Passwort

(Optional)

Benutzernamen und Passwort, falls der Server keine anonyme Verbindung wünscht. Die Angaben sind mit einem Leerzeichen zu trennen.

### OPC UA Samplingintervall in Millisekunden

Diesen Eintrag gibt ACRON an den Server weiter. Dadurch wird bestimmt, wie oft ACRON höchstens von dem Server über Werteänderungen benachrichtigt wird. Bei einem Eintrag von 1000 Millisekunden wird der Provider also höchstens einmal je Sekunde über Werteänderungen benachrichtigt.

Wird hier 0 eintragen, werden alle Werteänderungen an den Provider gemeldet. Die Systembelastung wird im Wesentlichen vom Server bestimmt. Es gilt also, einen Kompromiss zwischen Feinheit der Datenaufzeichnung und der Systembelastung zu finden.

### Browse Filter

Werden die Variablendefinitionen im ACRON Designer von dem OPC UA-Server übernommen, sind alle Variablen, die der Server bereitstellt - auch solche, die in den wenigsten Fällen sinnvoll für eine Aufzeichnung sind, enthalten. Durch Angabe eines serverherstellerspezifischen Filters werden nur diejenigen Variablen für eine Übernahme angezeigt, die auch für eine Datenaufzeichnung sinnvoll sind.

Dieser Parameter hat also keinen Einfluss auf die Datenaufzeichnung des Providers, sondern lediglich auf die Konfiguration im Designer und kann jederzeit geändert werden.

Wird als Browse Filter etwas anderes als AT angegeben, dann wird der Ausdruck als Gruppenfilter interpretiert. Die Gruppenebenen sind mit dem Zeichen | zu trennen:

In folgendem Beispiel werden nur Variablen aus der Untergruppe Objects Server gelistet:

![](/files/TAmZymXOnBUswP202K6K)

## Einstellungen <a href="#einstellungen" id="einstellungen"></a>

### Abfrageverzögerung nach Start

Beginn der Datenprotokollierung in Sekunden nach erfolgreichem Aufbau der Prozesskommunikation der ACRON Provider. Das ist z.B. sinnvoll, wenn der Kommunikationspartner nach einem Neustart einige Zeit benötigt, um alle Variablen zu initialisieren.

Empfohlener Eintrag: je nach Startdauer des OPC UA-Servers ca. 10 Sek.

### Providerfenster immer im Vordergrund anzeigen

Providerfenster werden immer im Vordergrund angezeigt

### Testmodus aktivieren

Anzeige eines Fensters mit Diagnosemeldungen

Der ACRON Provider öffnet beim Start ein Fenster mit Diagnosemeldungen. Das Log-File wird unter dem jeweiligen Providernamen im ACRON Installationspfad, Verzeichnis `Log`, abgespeichert.

Hinweis

Da der Diagnosemodus die Performance der Anwendung stark beeinflusst und die aufgezeichneten Meldungen in der Regel nur durch den technischen Support ausgewertet werden können, sollte eine Aktivierung nur erfolgen, wenn eine entsprechende Aufforderung durch den Support vorliegt.


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# Agent Instructions
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