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# OPC Data Access Client

#### Hintergrund

Der Anbindungstreiber für OPC arbeitet mit allen OPC-Servern ab der OPC-Version 1.0 zusammen. Es können Messdaten und Instandhaltungsdaten übernommen werden. Alarme und Meldungen können derzeit nicht übernommen werden. Der ACRON Provider wird ereignisgesteuert über alle Änderungen der angeforderten Daten informiert und speichert sie in der ACRON Datenbank zyklisch ab.

Der *Treiber OPCClient* übernimmt alle Werte des Servers ereignisgesteuert und bildet selber einen Zeitstempel. Dadurch kann die ACRON Delta Event Aufzeichnung eingesetzt werden.

Der *Treiber OPCClientTS* übernimmt alle Werte des Servers ereignisgesteuert und schreibt diese mit dem Zeitstempel des Servers in die ACRON Datenbank.

Hinweis

Die ACRON Delta Event Aufzeichnung kann nicht verwendet werden. Dieser Treiber sollte also nur dann eingesetzt werden, wenn bekannt ist, in welchem Umfang und wie oft der Server neue Werte liefert und wenn dieser Umfang auch gewünscht ist.

Ist der Wert des Tags gleich NULL, geht ACRON für die Übernahme der Impulse der Instandhaltungsverarbeitung davon aus, dass das entsprechende Aggregat nicht läuft. Bei jedem anderen Wert geht ACRON davon aus, dass das entsprechende Aggregat läuft.

#### Syntax der externen Variablen

Name der Variablen wie im OPC Server definiert

Hinweis

Soll von einer externen Variablen nur ein einzelnes Bit übernommen werden, wird nach dem Variablennamen ein Komma und anschließend die Bitnummer (0-31) angehängt. Falls von dem 0. Bit der Variablen `TEST` die Werte übernommen werden sollen, wird die externe Variable folgendermaßen angegeben: `TEST,0`.

#### Übernahme externer Variablen

Übernahme bereits definierter Variablen:

#### Übernahme externer Variablen

1. Ausfüllen aller Parameter für den Provider
2. Starten des Leitsystems
3. Ausführen von "Import aus Leitsystem" im Bereich "Externe Variablen"

   Auswahl der entsprechenden Variablen, die nach ACRON übernommen werden sollen.

## Treiber <a href="#treiber" id="treiber"></a>

### Treiberdatei

Anzeige der Bezeichnung des ausgewählten Treibers und Auswahl eines Treibers aus der Liste der installierten Treiber

### Version

Version der Treiberdatei

### Schnittstellentyp

Anzeige des Schnittstellentyps des Treibers

### Datenübergabetyp

Beschreibung des Datenübergabetyps

## Treiberparameter <a href="#treiberparameter" id="treiberparameter"></a>

### Servername <a href="#servername" id="servername"></a>

Name des OPC-Servers

### Typ <a href="#typ" id="typ"></a>

L- der OPC-Server läuft auf dem lokalen Rechner.

R- der OPC-Server läuft auf dem remote Rechner.

Hinweis

Diese Parameter sind nur zu verwenden, wenn Kommunikationsprobleme mit dem verwendeten OPC-Server auftreten.

#### Syntax der erweiterten Einstellungen des Parameters Typ

Verbindungstyp Updaterate OPCLevel

#### Erläuterung der Parameter

**Verbindungstyp**

| L | ACRON versucht zunächst eine Inproc-Verbindung und bei Fehlschlag eine Local-Verbindung aufzubauen |
| - | -------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| R | ACRON baut eine Remote-Verbindung auf, bei Fehlschlag erfolgt Abbruch                              |
| i | ACRON baut eine Inproc-Verbindung auf, bei Fehlschlag erfolgt Abbruch                              |
| l | ACRON baut eine Local-Verbindung auf, bei Fehlschlag erfolgt Abbruch                               |

Diese vorhergehenden vier Buchstaben können mit einem zweiten Buchstaben ergänzt werden (z.B. LX):

|   |                                                                                                                                                                                                                                                                 |
| - | --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| R | Bei OPC-Servern, die manchmal vergessen, Variablen, die sich geändert haben, dem OPC-Client mitzuteilen, kann diese Option helfen. Der ACRON OPC-Client fragt bei gesetzter Option explizit Variablen neu beim Server an, wenn er 60 Sekunden lang nichts hört. |
| X | Diese Option schließt die vorhergehende Funktionalität ein. Zusätzlich startet der ACRON OPC-Client die Kommunikation komplett neu, wenn permanente Fehler auftreten. Diese Option kann also bei OPC-Servern helfen, die sich sporadisch aufhängen.             |

#### Updaterate

Standardmäßig setzt ACRON die Updaterate auf 1000 Millisekunden, das heißt, die Daten werden vom Server jede Sekunde an den ACRON OPC-Client geliefert.

Es kann hier ein höherer Wert in Millisekunden vorgeben werden. Wird hier 1000 angeben, dann werden Werteänderungen nicht öfter als einmal je Sekunde geliefert.

Sinnvoll kann auch sein, hier 0 anzugeben, das heißt, die Daten werden vom Server möglichst bei jeder Wertänderung an den ACRON OPC-Client geliefert.

Die tatsächliche Updaterate kann von der Vorgabe abweichen, da diese letztendlich vom Server bestimmt wird.

#### OPCLevel

Wenn diese Angabe fehlt, dann entscheidet der ACRON OPC-Client anhand der Servereigenschaften, ob der OPC-Level 1 oder 2 verwendet wird.

Durch die Angabe einer 1 oder 2 kann der verwendete OPC-Level vorgegeben werden.

<details>

<summary></summary>

`l 1000 1`

Bedeutet: Lokale Verbindung mit Updaterate von 1000 Millisekunden und OPC-Level 1.

</details>

### Nodename <a href="#nodename" id="nodename"></a>

Name des entsprechenden Rechners, wenn der OPC-Server dort läuft.

### Benutzer Passwort und Domain <a href="#passwort-domain" id="passwort-domain"></a>

(Optional)

Benutzernamen, Passwort und Domain-Namen, wenn über den Server auf einen anderen Rechner zugegriffen werden soll; die Angaben sind durch ein Leerzeichen zu trennen.

## Einstellungen <a href="#einstellungen" id="einstellungen"></a>

### Abfrageverzögerung nach Start

Beginn der Datenprotokollierung in Sekunden nach erfolgreichem Aufbau der Prozesskommunikation der ACRON Provider. Das ist z.B. sinnvoll, wenn der Kommunikationspartner nach einem Neustart einige Zeit benötigt, um alle Variablen zu initialisieren.

Empfohlener Eintrag: je nach Startdauer des OPC-Servers ca. 10 Sek.

## Kombinierter Einsatz von OPC DA und OPC HDA

Wenn folgende Voraussetzungen zutreffen, können die beiden Methoden miteinander kombinieren werden:

* Der Besitz einer gültigen Lizenz für den ACRON [OPC HDA-Treiber](/acron-9.3/anlagenkonfiguration/prozessanbindung/provider/providerid/treiberauswahl/opc_historical-data-access-client.md)
* Bestimmte Variablen, die ein OPC DA-Server bereitstellt, werden ebenfalls von einem OPC HDA-Server bereitgestellt.

In diesem Fall kann der ACRON Provider in Verbindung mit dem OPC DA-Treiber so konfiguriert werden, dass er beim Start alle fehlenden Werte seit dem letzten erfolgreichen DA-Lesen von dem OPC HDA-Server anfordert.

Um dies zu erreichen, muss folgendermaßen vorgegangen werden:

* Konfiguration des Providers mit dem OPC DA-Treiber und allen Variablen.

  Für alle Variablen, deren fehlende Werte über HDA nachgeführt werden sollen: #HD:`HDAName` im Feld Bezeichnung. `HDAName` ist mit dem jeweiligen Variablennamen zu ersetzen, den der OPC HDA-Server für diese Variable verwendet.
* Öffnen der Datei `Provider.def` in dem Anlagenpfad mit einem ASCII-Editor.
* Suche zunächst nach der Rubrik mit der richtigen Identifikation (Providernummer) (z. B. "\[Provider\_1]").
* Einfügen von folgenden vier Zeilen unterhalb des Rubriknamens:

  HDAServername= Bezeichner, siehe [Servername](#servername)

  HDAType= Bezeichner, siehe [Typ](#typ)

  HDANodename= Bezeichner ,siehe [Nodename](#nodename)

  HDAOptions= Bezeichner, siehe [Benutzer Passwort und Domain](#passwort-domain)
* Start des ACRON Providers und Überprüfung der Logdatei nach einiger Zeit, um eventuelle Konfigurationsfehler zu beseitigen.

### Providerfenster immer im Vordergrund anzeigen

Providerfenster werden immer im Vordergrund angezeigt

### Testmodus aktivieren

Anzeige eines Fensters mit Diagnosemeldungen

Der ACRON Provider öffnet beim Start ein Fenster mit Diagnosemeldungen. Das Log-File wird unter dem jeweiligen Providernamen im ACRON Installationspfad, Verzeichnis `Log`, abgespeichert.

Hinweis

Da der Diagnosemodus die Performance der Anwendung stark beeinflusst und die aufgezeichneten Meldungen in der Regel nur durch den technischen Support ausgewertet werden können, sollte eine Aktivierung nur erfolgen, wenn eine entsprechende Aufforderung durch den Support vorliegt.


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# Agent Instructions
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